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Dachau

Dachau: die KZ-Gedenkstätte, die Altstadt und die Anfahrt ab München

Der Ort des ersten Konzentrationslagers und eine 1.200 Jahre alte Stadt, auf dieser Seite getrennt behandelt.

Preise und Zeiten zuletzt geprüft am

Dachau ist zweierlei, und die beiden Teile haben wenig miteinander zu tun. Am Stadtrand liegt die KZ-Gedenkstätte Dachau, der Ort des ersten Konzentrationslagers des NS-Staats. Auf dem Höhenrücken darüber liegt eine über 1.200 Jahre alte Stadt mit Schloss, Altstadt und einer Malerkolonie. Diese Seite behandelt beides getrennt, weil es getrennt gehört.

Der Besuch der Gedenkstätte ist kostenlos und muss nicht angemeldet werden. Sie ist täglich geöffnet, geschlossen nur am 24. Dezember.

Die Gedenkstätte

Die KZ-Gedenkstätte Dachau

Das Lager wurde 1933 errichtet und war das erste seiner Art; es diente den späteren Lagern als Modell. Die Gedenkstätte auf dem historischen Gelände umfasst das ehemalige Wirtschaftsgebäude mit der Dauerausstellung, den Appellplatz, zwei rekonstruierte Baracken, die Fundamente der übrigen und den Krematoriumsbereich im hinteren Teil des Geländes.

Für den Besuch gilt:

  • Öffnungszeiten: täglich 9 bis 17 Uhr, geschlossen nur am 24. Dezember. Der letzte Zutritt zum ehemaligen Krematoriumsbereich ist um 16.30 Uhr.
  • Eintritt: Der Besuch ist kostenlos, eine Voranmeldung ist nicht notwendig.
  • Adresse: Alte Römerstraße 75, 85221 Dachau. Der Eingang liegt am Besucherzentrum in der Pater-Roth-Straße 2a.
  • Anreise: S2 Richtung Dachau/Petershausen ab München Hauptbahnhof oder Regionalbahn Richtung Ingolstadt/Treuchtlingen, ungefähr 25 Minuten, dann weiter mit dem Bus 726 Richtung Saubachsiedlung, ungefähr 10 Minuten.
  • Mit dem Auto: Der Parkplatz an der Alten Römerstraße 73 ist gebührenpflichtig: 3 Euro für Pkw und Motorräder, 5 Euro für Busse und Wohnmobile. Kartenzahlung ist dort nicht möglich. Die Parkmöglichkeiten sind begrenzt und der Platz gelegentlich überfüllt; die Gedenkstätte bittet ausdrücklich darum, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.
  • Bildungsangebote: Die Bildungsangebote richten sich ausschließlich an Personen ab 13 Jahren; einige sind kostenpflichtig.

Für wissenschaftliche Arbeit gibt es zusätzlich ein Archiv und eine Bibliothek. Beide sind nach vorheriger Anmeldung dienstags bis freitags von 9 bis 17 Uhr zugänglich; die Verwaltung sitzt im Ostflügel des ehemaligen Wirtschaftsgebäudes und ist montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr besetzt.

Ein Rundgang über das Gelände und durch die Dauerausstellung nimmt mehrere Stunden in Anspruch. Wer mit wenig Zeit kommt, sollte wissen, dass der Krematoriumsbereich am hinteren Ende liegt und um 16.30 Uhr schließt, also vor dem Rest.

Besuch und Anfahrt ab München

Die Anfahrt ab München ist unkompliziert: Der Ort liegt im Münchner S-Bahn-Netz. Wer Dachau ab München mit der S-Bahn ansteuert, nimmt die S2 Richtung Dachau/Petershausen ab München Hauptbahnhof; die Fahrt dauert ungefähr 25 Minuten. Vom Bahnhof fährt weiter der Bus 726 Richtung Saubachsiedlung, noch einmal ungefähr 10 Minuten. Alternativ hält dort auch die Regionalbahn Richtung Ingolstadt/Treuchtlingen.

Empfohlen wird eine Single- oder Partner-Tageskarte München M-1; sie gilt für die S-Bahn und für den Bus zur Gedenkstätte. Damit ist die Anfahrt ab München mit einem einzigen Ticket abgedeckt, S-Bahn und Bus zusammen. Dass Dachau ab München mit der S-Bahn schneller erreichbar ist als manches Ziel innerhalb der Stadt, überrascht viele: es sind rund 25 Minuten ab dem Hauptbahnhof.

Die Stadt

Die Stadt Dachau und ihre Altstadt

Die Stadt selbst ist über 1.200 Jahre alt und war lange vor allem als Künstlerort bekannt: Um 1900 arbeitete hier eine der größten Malerkolonien Deutschlands, deren Bilder heute in der Gemäldegalerie am Marktplatz hängen. Die Altstadt liegt auf einem Höhenrücken über der Amper, mit dem Schloss und seinem Hofgarten am oberen Ende und der Stadtpfarrkirche St. Jakob im Zentrum.

Wer beides an einem Tag sehen will, plant realistisch: Zwischen der Gedenkstätte im Osten und dem Schloss über der Altstadt liegen knapp 2,9 Kilometer Luftlinie, beide sind vom Bahnhof aus getrennt anzusteuern. Das ist ein voller Tag, kein halber, und die meisten legen den Besuch der Gedenkstätte ans Ende.

Die Altstadt ist klein und an einem Vormittag zu Fuß abzugehen. Vom Marktplatz führt der Weg hinauf zum Schloss, von dort öffnet sich der Blick über die Amper und bei klarer Sicht bis zu den Alpen.

Sehenswürdigkeiten Dachaus: das Schloss und der Hofgarten

Schloss Dachau mit dem Hofgarten
Schloss Dachau: erhalten ist der Südwestflügel der einst vierflügeligen Anlage.

Foto: Dguendel · CC BY 4.0 · Wikimedia Commons

Unter den Sehenswürdigkeiten Dachaus ist Schloss Dachau die bekannteste. Vom ursprünglich vierflügeligen Renaissancebau steht heute noch ein Flügel; der Rest wurde im 19. Jahrhundert abgetragen. Erhalten ist der Festsaal mit seiner Renaissance-Holzdecke, und der Hofgarten davor ist frei zugänglich.

Der Eintritt kostet 3 Euro, ermäßigt 2 Euro. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zahlen nichts. Geöffnet ist April bis September 9 bis 18 Uhr und Oktober bis März 10 bis 16 Uhr, montags geschlossen; geschlossen bleibt das Haus am 1. Januar, Faschingsdienstag, 24., 25. und 31. Dezember. Regelmäßige Führungen gibt es nicht.

Eine Eigenheit, die man kennen sollte, bevor man vor verschlossener Tür steht: Die Eintrittskarten gibt es im Café; ist das geschlossen, klingelt man an der Stele vor dem Schlosseingang. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten Dachaus zählen die Gemäldegalerie mit den Bildern der Dachauer Malerkolonie und die Stadtpfarrkirche St. Jakob mitten in der Altstadt.

Häufige Fragen

Kostet der Besuch der Gedenkstätte Eintritt?

Nein. Der Besuch ist kostenlos und muss nicht angemeldet werden. Kosten entstehen nur für einige Bildungsangebote und für den Parkplatz, falls man mit dem Auto kommt.

Wie kommt man von München nach Dachau?

Mit der S2 Richtung Dachau/Petershausen ab München Hauptbahnhof, ungefähr 25 Minuten, dann vom Bahnhof mit dem Bus 726 Richtung Saubachsiedlung, ungefähr 10 Minuten. Eine Tageskarte München M-1 deckt beide Fahrten ab.

Wie lange dauert ein Besuch?

Für Gelände und Dauerausstellung sollte man mehrere Stunden einplanen. Der Krematoriumsbereich schließt bereits um 16.30 Uhr, das übrige Gelände um 17 Uhr.

Ab welchem Alter sind die Bildungsangebote?

Ab 13 Jahren. Das gilt für alle Rundgänge und Seminare der Gedenkstätte, für Einzelbesucher wie für Schulklassen und Gruppen.

Was gibt es in der Stadt Dachau zu sehen?

Das Schloss mit dem frei zugänglichen Hofgarten, die Altstadt auf dem Höhenrücken über der Amper, die Gemäldegalerie mit den Werken der Dachauer Malerkolonie und die Stadtpfarrkirche St. Jakob.

Angaben: Stand August 2026, abgerufen bei der KZ-Gedenkstätte Dachau und der Bayerischen Schlösserverwaltung. Zeiten und Preise ändern sich; vor der Anfahrt lohnt der Blick auf die Seite des jeweiligen Betreibers.