Biergärten
Biergarten München: die schönsten Biergärten der Stadt in einer Liste
24 Gärten mit Plätzen, Brauerei und Lage, dazu die Regel, die entscheidet, wo die mitgebrachte Brotzeit erlaubt ist.
Preise und Zeiten zuletzt geprüft am
Wer die schönsten Biergärten in München sucht, bekommt fast überall dieselbe Aufzählung, und erfährt selten, worin sich die Orte eigentlich unterscheiden. Über den Nachmittag entscheidet nämlich nicht allein die Platzzahl, sondern eine Frage, die in kaum einer Übersicht steht: Gibt es einen Selbstbedienungsbereich? Nur dort gilt die Regel, die einen Biergarten von jedem anderen Gastgarten trennt: die mitgebrachte Brotzeit. Direkt zur Liste aller 24 Gärten.
Nur im Selbstbedienungsbereich darf die eigene Brotzeit ausgepackt werden. Genau das trennt einen Biergarten von jedem anderen Wirtsgarten. In kaum einer Übersicht steht das.
Der Unterschied
Die schönsten Biergärten in München, und was sie unterscheidet
Die schönsten Biergärten in München haben untereinander wenig gemein außer den Kastanien über den Bänken. Die Platzzahl sagt, ob man an einem Samstag im Juli überhaupt eine Bank findet: In einem Garten mit 8.000 Plätzen bekommt man fast immer einen, in einem mit 850 nur mit Glück. Die Brauerei entscheidet über das Bier, und in München ist das kein Nebenaspekt, weil jeder Garten vertraglich an genau ein Haus gebunden ist. Und die Lage entscheidet, ob aus dem Besuch ein Abstecher wird oder ein Ausflug.
Die Liste direkt darunter führt 24 Gärten mit zusammen rund 62.800 Plätzen. Sortiert wird nach jeder Spalte, und über die Filter lässt sich die Auswahl auf eine einzelne Brauerei eingrenzen.
62.800
Plätze in 24 Gärten. Der größte allein stellt 8.000 davon.
Die Daten
Die Liste: alle Biergärten im Vergleich
24 Biergärten
| Biergarten | Plätze | Brauerei | Lage |
|---|---|---|---|
| Königlicher Hirschgarten | 8.000 | Augustiner | Neuhausen-Nymphenburg |
| Biergarten am Chinesischen Turm | 7.000 | Hofbräu | Englischer Garten |
| Augustiner-Keller | 5.000 | Augustiner | Maxvorstadt |
| Paulaner am Nockherberg | 4.000 | Paulaner | Au-Haidhausen |
| Aumeister | 2.500 | Hofbräu | Englischer Garten (Freimann) |
| Seehaus | 2.500 | Paulaner | Englischer Garten |
| Biergarten Zum Flaucher | 2.500 | Löwenbräu | Thalkirchen (Isar) |
| Augustiner Schützengarten | 2.500 | Augustiner | Sendling |
| Leiberheim | 2.500 | Brauerei Erharting | Waldperlach |
| Waldheim | 2.500 | Hacker-Pschorr | Großhadern |
| Michaeligarten | 2.400 | Löwenbräu | Ostpark |
| Franziskanergarten | 2.300 | Löwenbräu / Spaten / Franziskaner | Trudering |
| Waldwirtschaft Großhesselohe | 2.250 | Spaten / Franziskaner | Pullach |
| Hofbräukeller am Wiener Platz | 2.100 | Hofbräu | Haidhausen |
| Löwenbräukeller | 2.000 | Löwenbräu | Maxvorstadt |
| Menterschwaige | 2.000 | Löwenbräu | Harlaching |
| Die Fasanerie | 1.700 | Hofbräu | Hartmannshofer Park |
| Hirschau | 1.700 | Löwenbräu | Englischer Garten |
| Taxisgarten | 1.500 | Hofbräu | Gern |
| Rosengarten | 1.500 | Paulaner | Westpark |
| Hopfengarten | 1.300 | Löwenbräu | Westpark |
| See-Biergarten Lerchenau | 1.200 | Spaten / Franziskaner | Lerchenauer See |
| Biergarten am Viktualienmarkt | 1.000 | wechselnd (sechs Münchner Brauereien) | Altstadt |
| Wirtshaus am Bavariapark | 850 | Augustiner | Schwanthalerhöhe |
Wer die Zahlen weiter auswerten will: Münchens Biergärten in Zahlen stellt Platzverteilung und Brauereianteile als eigene Grafiken bereit, mit Einbette-Schnipsel.
Zur Herkunft der Zahlen: Grundlage ist die Biergarten-Liste der deutschsprachigen Wikipedia, die Plätze, Lage und Brauerei in einer strukturierten Tabelle führt; gegengeprüft wurde gegen die Übersichten der Abendzeitung München und von in-muenchen.de. Wo die Quellen auseinandergehen (beim Aumeister, bei der Menterschwaige und beim Leiberheim), steht die Angabe der Primärquelle, die Abweichung ist vermerkt. Für den Hirschgarten kursiert vereinzelt die Zahl 11.000; drei unabhängige Quellen nennen 8.000, deshalb steht diese in der Liste. Dass der größte Biergarten Münchens ausgerechnet zwischen Laim und Nymphenburg liegt und nicht in der Innenstadt, überrascht dabei selbst Ortskundige regelmäßig.
Der Königliche Hirschgarten: der größte Biergarten Münchens
Der Königliche Hirschgarten in Neuhausen-Nymphenburg fasst rund 8.000 Gäste und ist damit nicht nur der größte Biergarten Münchens, sondern der größte Europas. Das Bemerkenswerte daran ist die Lage: Er liegt nicht in der Altstadt und nicht im Englischen Garten, sondern im Westen der Stadt, zwischen Wohnstraßen und dem Hirschgehege, das dem Park seinen Namen gab. Wer vom Schloss Nymphenburg kommt, geht zu Fuß hin.

Foto: Martinus KE · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Ausgeschenkt wird Augustiner, unter alten Kastanien, die den größten Teil der Fläche beschatten. Es gibt einen bedienten Wirtsgarten und einen Selbstbedienungsbereich, beide mit eigenen Öffnungszeiten; für die Frage nach der Brotzeit ist das der entscheidende Unterschied. Der zweitgrößte Garten der Stadt, der am Chinesischen Turm im Englischen Garten, kommt auf etwa 7.000 Plätze und ist ungleich bekannter, obwohl er kleiner ist. Kein anderer Biergarten Münchens kommt in diese Größenordnung: zwischen Platz zwei und Platz drei liegen schon 2.000 Plätze, und die untere Hälfte der Liste bewegt sich zwischen 850 und 2.500.
Augustiner, Hofbräu, Paulaner: warum die Brauerei mitentscheidet
In München hängt der Biergarten am Brauereivertrag, und die Auswahl am Ausschank ist damit vorgegeben. Augustiner beliefert unter anderem den Hirschgarten, den Augustiner-Keller an der Arnulfstraße und den Schützengarten in Sendling; Hofbräu steht hinter dem Chinesischen Turm, dem Aumeister und dem Hofbräukeller am Wiener Platz; Paulaner hinter dem Nockherberg und dem Seehaus; Löwenbräu hinter einer ganzen Reihe der Gärten in den Parks am Stadtrand. Wer eine bestimmte Marke bevorzugt, filtert die Liste danach und spart sich den Umweg.
Der Augustiner-Keller ist dabei der Sonderfall, den viele Ortskundige über den Hirschgarten stellen: rund 5.000 Plätze, alter Baumbestand und eine Lage direkt an der Hackerbrücke, also wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof. Für einen ersten Abend in der Stadt ist das der praktischste unter den großen Gärten. Eine Ausnahme von der Brauereibindung gibt es ebenfalls: Am Viktualienmarkt wechselt der Ausschank turnusmäßig zwischen den sechs Münchner Brauereien.
Biergärten in München mit Selbstbedienung: die Brotzeit mitbringen
Wer nach Biergärten in München mit Selbstbedienung sucht, sucht genau genommen nach einem Bereich und nicht nach einem Betrieb: Die meisten großen Häuser führen beides nebeneinander, auf demselben Grundstück, oft nur durch einen Kiesweg getrennt. Die Bayerische Biergartenverordnung unterscheidet zwischen dem Selbstbedienungsbereich und dem bedienten Bereich. Nur im Selbstbedienungsbereich darf man die eigene Brotzeit mitbringen und dort verzehren; genau dieses Recht macht den Biergarten rechtlich zu einem Biergarten und nicht zu einer gewöhnlichen Gastwirtschaft. Im bedienten Teil desselben Betriebs gilt es nicht. Getränke sind ohnehin ausgenommen, die kommen immer vom Ausschank.
Praktisch heißt das: Man sucht den Selbstbedienungsteil, kauft dort das Bier und packt Radi, Brezn und Obatzda selbst aus. Ausgeschildert ist der Übergang selten, weil er für Ortskundige selbstverständlich ist. Ausdrücklich belegt ist ein Selbstbedienungsbereich bislang für Königlicher Hirschgarten, Augustiner-Keller, Paulaner am Nockherberg, Aumeister, Hofbräukeller am Wiener Platz, Wirtshaus am Bavariapark, Waldwirtschaft Großhesselohe und Biergarten am Viktualienmarkt. Diese Betriebe lassen sich in der Liste über den Filter „Selbstbedienung belegt“ abrufen. Bei den übrigen Gärten steht dazu bewusst nichts in der Tabelle, weil sich die Angabe nicht belegen ließ. Biergärten in München mit Selbstbedienung sind zwar die Regel, aber eine Vermutung gehört nicht in eine Tabelle.
Kurz gefragt
Häufige Fragen
Welcher ist der größte Biergarten Münchens?
Der Königliche Hirschgarten in Neuhausen-Nymphenburg mit rund 8.000 Plätzen. Er gilt zugleich als größter Biergarten Europas. Auf Platz zwei folgt der Garten am Chinesischen Turm im Englischen Garten mit etwa 7.000 Plätzen.
Darf man in München eigenes Essen in den Biergarten mitbringen?
Ja, aber nur im Selbstbedienungsbereich. Die Bayerische Biergartenverordnung erlaubt die mitgebrachte Brotzeit ausdrücklich dort und nicht im bedienten Bereich. Getränke sind davon ausgenommen und werden immer vor Ort gekauft.
Welcher Biergarten liegt am nächsten am Schloss Nymphenburg?
Der Königliche Hirschgarten. Vom Schlosspark aus ist er zu Fuß erreichbar, die eigene S-Bahn-Station heißt Hirschgarten. Damit lassen sich Schloss, Park und Biergarten an einem Nachmittag verbinden, ohne umzusteigen.
Welche Brauerei schenkt in welchem Biergarten aus?
Jeder Garten ist vertraglich an ein Haus gebunden; die Liste führt die Brauerei je Betrieb und lässt sich danach filtern. Einzige Ausnahme ist der Biergarten am Viktualienmarkt, wo der Ausschank turnusmäßig zwischen den sechs Münchner Brauereien wechselt.
Wann haben die Biergärten in München geöffnet?
Die Saison läuft üblicherweise von den ersten warmen Tagen im Frühjahr bis in den Oktober, abhängig vom Wetter. Feste Öffnungszeiten stehen hier bewusst nicht, weil sie sich je Betrieb und Saison ändern; sie sind vor dem Besuch beim Betrieb selbst zu prüfen.
