Historische Burgen

Parkburgen im Schlosspark Nymphenburg

Die Parkburgen im Schlosspark Nymphenburg sind kleine Lustschlösschen und sollten ebenfalls besucht werden. Die Badenburg am großen See im südlichen Parkteil und die Pagodenburg am kleineren See im nördlichen Parkteil sind beide architektonische Schmuckstücke. Die Amalienburg  ist größer und prunkvoller mit ihrem festlich dekorierten Spiegelsaal. Das Jagdschlösschen findet man dann in der Nähe des großen Schlosses. Sehenswert ist noch die Magdalenenklause, eine als heruntergekommene Ruine gestaltete Eremitage.

Amalienburg

Die Amalienburg zählt zu den kostbarsten Schöpfungen des europäischen Rokoko und galt im Schloss Nymphenburg als Lust- und Jagdschlösschen. Der Große Salon oder Spiegelsaal bildet das Zentrum des Schlösschens. Das Blaue Kabinett und das Ruhezimmer schließen sich südlich, das Jagdzimmer und das Fasanenzimmer nördlich an.

Die Garderobe, Hunde- und Gewehrkammer, die Retirade sowie die Küche befinden sich in den kurzen Flügelbauten. Der Reichtum der Dekoration steigert sich der Mitte zu und gipfelt im Spiegelsaal, einem kreisförmigen Raum mit einer flachen Kuppel.

Die Amalienburg befindet sich nur 5 Gehminuten von Hotel entfernt!

Badenburg

Die Badenburg liegt am südöstlichen Ende des Badenburger Sees im Nymphenburger Schlossparks, ca. 10 Gehminuten vom Hotel entfernt. Luxus pur galt damals schon in der Badenburg.

Das von Joseph Effner in den Jahren 1719 bis 1721 geschaffene Bauwerk gilt als erstes beheizbares Hallenbad der Neuzeit, das ausschließlich dem Badevergnügen am Hof dienen sollte. Der große Festsaal im Hauptgeschoss mit seinen verspielten Stuckaturen, dem schweren Marmorboden und einem großen Gewölbefresko ist ebenfalls spektakulär.

Pagodenburg

Kurfürst Max Emanuel ließ nördlich des Hauptkanals als zweistöckigen Teepavillon die Pagodenburg erbauen. Das Erdgeschoss besteht aus nur einem einzigen Raum mit orientalisch anmutendem Dekor in blau-weiß sowie einer figürlich verspielten Deckenmalerei und bunten holländischen Kacheln an den Wänden.

Das obere Stockwerk ist im fernöstlichen Stil mit farbenfroh-exotischen Verzierungen auf schwarzem Lack gestaltet. Die sehr kleinen und raffiniert gestalteten Räume machen die Pagodenburg zu einem Höhepunkt und Hauptwerk der europäischen Chinamode des 18. Jahrhunderts.

Magdalenenklause

Risse im Mauerwerk und nur teilweise verputzt, ja so wurde es vom Bauherrn Kurfürst Max Emanuel damals tatsächlich gewünscht. Die Magdalenenklause im Nymphenburger Schlosspark stellt eine der ersten Ruinenarchitekturen der europäischen Gartenkunst dar.

Die Klause ist im Inneren als fantasievolle Grotte mit Muscheln, bunten Steinen und Tuffstein gestaltet. Ein Schädel erinnert aber neben einer Magdalenen Figur wieder an die menschliche Sterblichkeit. Heute noch pilgern am 22. Juli, dem sogenannten Magdalenentag, Christen zu dem Ruinenschlösschen.

Der Besuch der Klause soll heilende Wirkung haben: die blind geborene Freiin von Pechmann hat durch das Heilwasser, das sich in einem Becken im Inneren der Klause sammelt, wieder sehen können.

Unser Schloss Tipp!

Die Schlosspark-Freunde-Nymphenburg e.V. wollen den Schlosspark mit kulturellen Veranstaltungen behutsam wiederbeleben und damit seinen besonderen Wert verdeutlichen. Es werden regelmäßig einmalige und themenbezogene Führungen angeboten.